Audience - Warten vor Gott
Audience - still werden vor Gott
Immer Freitagabend ab 19 Uhr - mit offenem Ende
Das ist eine Zeit, die man sich unbedingt schenken sollte...
- um die Forderungen zu Hause und am Arbeitsplatz einmal bewusst hinter sich zu lassen!
- um aus dem Lärm den Weg in die Stille zu finden!
- um sich in einer Oase zu erholen und neu zu stärken!
- um für Begegnungen und Situationen bereit zu sein!
Wir erwarten in der Audience-Zeit,
dass sich Gott uns auf neue und überraschende Art zeigt und zu uns redet.
Wir erleben das besonders durch das Lesen in der Bibel, dem Wort Gottes.
Aber auch durch das Austauschen von erhaltenen Impulsen.
Das Lukasevangelium Kapitel 10,38 stellt und Maria vor, welche im Haushalt mit ihrer Schwester Martha und ihrem Bruder Lazarus zusammen lebte. Ihr Verhalten war aussergewöhnlich. Viel mehr hätte sie sich entsprechend dem damaligen Brauch für die Gastfreundschaft und ihre Gäste einsetzen müssen. Aber was tut sie? Sie setzt sich Jesu zu Füssen um ihm zuzuhören und nimmt dabei in Kauf, dass ihre Schwester auf sie wütend wird.
Als es Martha zu viel wird, reklamiert sie tatsächlich bei Jesus, ob es ihn denn nicht kümmern würde, dass ihr die ganze Arbeit überlassen wird. Die Reaktion von Jesus erstaunt. Sie ist völlig dem entgegengesetzt, was man im jüdischen Umfeld erwarten würde. Er tadelt Maria nicht als egoistische Frau, die sich von der Arbeit drückt, im Gegenteil, er nimmt sie aktiv in Schutz.
Er hat eine unverhoffte Antwort: Maria hat den besseren Teil erwählt!
Welchen besseren Teil hat den Maria gewählt?
Sie setzte sich zu Jesus und hörte ihm einfach zu!
Der Bericht sagt nichts darüber aus, ob sich Maria am Gespräch aktiv beteiligt hat. Klar ist nur, dass sie Jesus aufmerksam zuhörte. Sie hatte also ein Bewusstsein, dass die Worte von ihm etwas Besonderes waren und man sie auf keinen Fall verpassen sollte. Jesus sagt sogar, dass Maria nicht mehr weggenommen werden könne, was sie so erhalten hat!
Was zeigt uns diese Geschichte?
Jesus ist von zentraler Bedeutung.
Entscheidend ist, was er uns heute zu sagen oder zu zeigen hat.
Demgegenüber müssen alle anderen Dinge in den Hintergrund treten.
So erleben wir auch heute das "Reden Gottes".

